Betten im Mittelalter

Heutzutage gibt es für jeden Geschmack und jede Schlafgewohnheit ein geeignetes Bett: Wasserbetten, Polsterbetten, Holzbetten, Luxusbetten und viele mehr.

Doch dies war nicht immer der Fall: Im Laufe der Geschichte haben sich das Design der Betten sowie die Schlafgewohnheiten verändert. Sehr interessant sind die Schlafgewohnheiten sowie das Aussehen der Betten im Mittelalter. Macbett, Ihr Bettenfachgeschäft München, möchte sich mit Ihnen auf eine Zeitreise begeben.

Betten im Mittelalter – Die Größe

Die Betten im Mittelalter wiesen erheblich geringere Maße als die der heutigen Betten auf. Forscher waren sich lange Zeit ziemlich sicher, dass dies auf die Körpergröße jener Zeitgenossen zurückzuführen ist. Diese galten von der Statur her kleiner als die Menschen heute. Jedoch handelt es sich um so auffällig kleine Betten im Mittelalter, dass diese Erklärung einfach nicht plausibel genug erscheint.

Aufschluss ergab erst die Erkenntnis, dass die damalige Bevölkerung ganz andere Schlafgewohnheiten pflegte. Zur Zeit des Mittelalters war es ganz und gar nicht üblich in komplett vertikaler Lage zu schlafen. Vielmehr begaben sich die Menschen in eine halb aufrechte Sitzposition. Damals wurde dies als gesund betrachtet. Das ging mit der Vermutung einher, dass beim Liegen zu viel Blut in den Kopf strömt, was ungesund wäre und sogar zum Tod führen könnte. Zum Schlafen verwendeten die Menschen also mehrere Kissen, welche sie an das Kopfteil des Bettes platzierten und dagegen lehnten und so schliefen. Aufgrunddessen ergaben sich die erheblich geringen Abmessungen der Betten im Mittelalter.

Mittelalterlicher Schlafrhythmus

Der Schlafrhythmus der Bevölkerung im Mittelalter unterscheidet sich sehr von unserem. Damals ging man für gewöhnlich bereits zur Dämmerung zu Bett. Das mag uns übertrieben früh erscheinen, jedoch war es früher auch nicht üblich die Nacht durchzuschlafen. Vielmehr wachten die Menschen nach einigen Stunden wieder auf, um sich mit bestimmten Dingen zu beschäftigen, ehe sie erneut zu Bett gingen.

Die Designs der Betten im Mittelalter

Im Mittelalter entstanden erstmalig Betten mit Baldachin sowie Himmelbetten. Diese waren beim einfachen Volk jedoch alles andere als luxuriös. Die Hauptfunktion derer bestand darin, sie tagsüber als Sitzmöglichkeit zu nutzen und um Gäste zu empfangen. Luxuriöse Himmelbetten breiteten sich erst spät in den unteren Schichten aus.

Die adelige Gesellschaft schlief bis ins 13. Jahrhundert in Himmelbetten, die prunkvoll gestaltet wurden. Diese verfügten über lederne Unterbetten, welche mit Federn gefüllt und mit seidenen Stoffen bezogen wurden. Gesteppte Decken benutzte man als Überwürfe.

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