So läuft die Baumwollproduktion ab

Baumwolle ist ein beliebtes Füllmaterial für Kissen und Matratzen München. Aber auch Bettwäsche und Decken werden vorwiegend aus Baumwolle hergestellt. Durch den allgemeinen Trend zu Naturfaserprodukten verbessert sich die Marktposition stetig, was die Baumwollproduktion weiter zunehmen lässt. Im Folgenden erfahren Sie alles über die Baumwollproduktion von der Saat über die Verarbeitung bis hin zur Baumwollveredlung.

Die Baumwollfaser

Die Baumwollfaser ist eine Naturfaser. Sie wird aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle gewonnen.

Der Samen der Baumwolle bildet als Verlängerung seiner Epidermis Haare. Die Baumwolle verfügt über hervorragende spinntechnische Eigenschaften. Diese langen Fasern werden meist zu dünnen Fäden gesponnen, für Textilien verwendet, so auch für Kissen, Bettwaren und Matratzen.

Baumwolle ist die Vielseitigste aller Naturfaser sowie der meist verarbeitet textile Rohstoff. Folgende Eigenschaften zeichnen die Baumwolle aus:

  • strapazierfähig
  • knitteranfällig
  • sehr gute Spinnbarkeit
  • sehr gut zu färben
  • gute Feuchtigkeitsaufnahme
  • hautfreundlich
  • atmungsaktiv
  • bei 60°C waschbar
  • sorgt für ein kühles Schlafklima
  • gutes Preis- Leistungsverhältnis dank einfacher Verarbeitung

Baumwollproduktion – Der Anbau

Baumwolle wird in der Regel als einjährige Monokultur angebaut. Zuerst werden die Samen gesät. Dafür muss die Erde umgepflügt und mit speziellen Saatfurchen durchzogen werden.

Mit Hilfe einer Sämaschine befördert man die etwa 0,5 cm großen Samen ins Erdreich. Anschließend erfolgt eine ordentliche Bewässerung.

Mit der Zeit keimt der Samen auf, durchbricht die Erdschicht und kommt an die Erdoberfläche. Ab diesem Zeitpunkt muss regelmäßig Unkraut beseitigt werden, da Baumwolle sehr schädlingsanfällig ist.

Die Ernte

Nach ca. 8 Wochen platzen die Fruchtkapseln der Blüten auf und ein weißer Bausch quillt raus – die Baumwolle. Die großen Mengen müssen nun maschinell geerntet werden. Dafür kommt eine spezielle Pflückmaschine zum Einsatz. Die gepflückten Baumwollbausche werden mit einer Presse zu einem großen Ballen geformt. Eine Entkörnungsmaschine entfernt anschließend mittels Stahlkämmen Kapselreste. Hierbei gehen rund 10 % des Rohgewichtes verloren, da Wachs-, Eiweiß- und weitere Pflanzenreste entfernt werden. Übrig bleibt ein natürliches Polymer aus Cellulose. Die besondere Anordnung der Cellulose gibt der Baumwolle eine hohe Reißfestigkeit. Jede Faser besteht aus 20–30 Lagen Cellulose in einer gedrehten Struktur.

Baumwoll Ernte

Die fertig gekämmte Baumwolle wird dann erneut zu einem Ballen gepresst und in eine Spinnerei zur weiteren Verarbeitung transportiert.

Verarbeitung der Baumwolle

In der Spinnerei werden die Ballen zerpflückt und nochmals gereinigt. In einer sogenannten Kardierungsmaschine werden die einzelnen Fasern geordnet und zu Kardierbändern zusammengefasst. Aus diesen wird dann in der Spinnmaschine Garn gezwirnt.

Im nächsten Schritt der Baumwollproduktion färbt man das Garn und verarbeitet es auf einem Webstuhl zum fertigen Stoff.

Baumwollproduktion – Die Baumwollveredlung

Im Anschluss der Baumwollproduktion muss wird der Stoff in der Regel noch durch verschiedene Vorgänge veredelt. Ziele sind dabei die Waschbarkeit, Festigkeit, das Farbaufnahmevermögen und den Glanz der Baumwolle zu verbessern.

Beim sogenannten Laugieren wird die Baumwolle ohne Spannung mit Natronlauge behandelt. Dadurch wird die Farbaufnahmefähigkeit erhöht. Das Transparentieren ist ein Vorgang bei dem die Baumwolle spannungslos mit Natronlauge und Schwefelsäure behandelt wird. Der Stoff wird dann durchscheinend. Um Baumwolle knitterfrei zu machen werden die Fasern entweder überdreht oder Kunstharz sowie andere Synthethikfasern eingearbeitet.

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