Birke im Wald

Allgemeine Informationen zum Birkenholz

Als Experten für Holzbetten München möchten wir Ihnen in diesem Beitrag das Birkenholz genauer vorstellen.

Birkenholz

Botanische Bezeichnung: Betula spp., Familie – Betulaceae

Handelsnamen: Amerikanische Birke, Birke Maser, Gelbbirke, gemeine Birke, Haarbirke, Moorbirke, Papierbirke, Raubbirke, Sandbirke, Weißbirke, Zuckerbirke (D), Grey Birch, Paper Birch, Wire Birch, Yellow Birch, Sweet Birch (GB)

Materialeigenschaften
Rohdichte Mittelwert610–650 kg/m3
Rohdichte Grenzwerte460–830 kg/m3
Axiales Schwindmaß0,6 %
Radiales Schwindmaß5,3 %
Tangentiales Schwindmaß7,8 %
Biegefestigkeit120 N/mm2
Druckfestigkeit60 N/mm2
Zugfestigkeit137 N/mm2
Wärmeleitfähigkeit0,142–0,152 W/(m·K)
Brennwert4,3 kWh/kg

Vorkommen

Birken sind Laubbäume. Es existieren über 40 verschiedene Birkenarten, deren Vorkommen sich über ganz Europa erstreckt. Auch in einigen Teilen Asiens ist die Birke beheimatet.

Die Sandbirke und Moorbirke sind am weitesten in Europa verbreitet. Hauptsächlich findet man die Birke im Norden und Osten Europas. In den skandinavischen Ländern gibt es ausgedehnte Birkenwaldbestände, während man die Bäume im Rest Europas nur vereinzelt vorfindet. Daher gilt vor allem Finnland als wichtigster europäischer Lieferant für Birkenholz.

Birken wachsen auf Böden, auf denen es vorher keine Pflanzen gab. Weil sie die ersten Bäume auf Ihrem Standort sind, werden Birken auch Pionierpflanzen genannt.

Birken können auf nahezu jedem Boden wachsen, egal ob trocken oder nass, egal ob auf Dünen, Erde oder Moor. Birken haben jedoch einen starken Lichtbedarf und wachsen daher nur an Plätzen mit guter Lichteinstrahlung.

Aussehen von Birkenholz

Birken erkennt man gut an ihrer schwarz-weißen Rinde. Das Aussehen des Holzes kann sich aber je nach Birkenart stark voneinander unterscheiden. Zwischen Kern- und Splintholz besteht kaum ein farblicher Unterschied. Das Holz der Birke ist stets hell und weist meist eine gelblich-weiße, rötlich-weiße oder auch hellbräunliche Farbe auf.

Bei alten Bäumen können die Jahresringe deutlich bräunlicher ausgeprägt sein oder es kann ein bräunlicher „falscher“ Kern entstehen. Rötlich-braune Markflecken sprenkeln oftmals das mit einem seidigen Glanz versehene Holz. Aufgrund der Artenvielfalt fällt auch die Maserung der jeweiligen Birken unterschiedlich aus.

Alle Birkenhölzer sehen sich strukturell sehr ähnlich. Sie weisen in der Regel eine fein-poröse, glatte und oft seidig schimmernde Oberfläche auf. Die Maserung von Birkenholz kann sehr fein oder aber ausgeprägt und unruhig sein. Kleine Rindeneinschlüsse können für eine flammenartige Maserung sorgen, welche als besonders ästhetisch und wertvoll gilt. Außerdem sind häufig eisblumenartige Maserungen bei Birkenholz vorzufinden.

Stammform und Holzbild

Als mittelgroße Bäume können die Birken bei optimalen Standortbedingungen eine Höhe 25 bis 30 Metern erreichen.

Der Baumstamm kann einen Durchmesser von bis zu 70 cm ausbilden und bis zu einer Höhe von 12 Metern astfrei bleiben. Birken werden mit bis zu 120 Jahren vergleichsweise weniger alt als andere Bäume. Jedoch ist die Birke nach ca. 60 Jahren bereits ausgewachsen. Das Höhenwachstum ist in den ersten Jahren nur gering. Erst ab einem Alter von ungefähr 20 Jahren bekommen Birken ,,Wachstumsschübe’’ und gewinnen erheblich an Höhe.

Eigenschaften und Bearbeitbarkeit

Birken gehören den mittelschweren Hölzern an. Das Holz der Birke ist zwar nicht sehr hart, dafür jedoch fest, zäh und elastisch. Es lässt sich deshalb gut biegen. Birkenholz ist kaum witterungsfest. Das spielt jedoch keine große Rolle, da das Holz der Birke ohnehin nicht für Außenbauzwecke verwendet wird.

Da Birkenholz leicht bricht, lässt es sich nur schwer spalten. Wurde das Birkenholz jedoch zu einem Möbelstück verarbeitet, ist es sehr bruchsicher und robust. Durch seine hohe Elastizität lässt sich das Holz der Birke jedoch sehr gut biegen und formen. Daher eignet sich das Birkenholz für Bearbeitungsvorgänge wie Schnitzen, Hobeln, Fräsen, Drechseln, Messern und Schälen.

Nachdem das Stehvermögen der Birke wegen der meist hohen und ungleichen Schwindungswerte nur als befriedigend bezeichnet werden kann, besteht beim Trocknungsvorgang die Gefahr der Rissbildung und des Verwerfens bzw. Verziehens. Deshalb muss man mit großer Vorsicht bei der Trocknung des Holzes vorgehen.

Die Trocknung von Birkenholz ist hier langsam und mit großer Sorgfalt vorzunehmen. Birkenholz ist hervorragend beiz- und polierbar. Auch das Lackieren, Wachsen und Ölen erfolgt in der Regel problemlos.

Vorteile von Birkenholz

  • sehr leichtes Holz
  • sehr elastisch
  • preisgünstig
  • Gute Umweltbilanz, da heimisches Holz

Nachteile:

  • lässt sich nicht gut spalten
  • witterungsempfindlich

Verwendungsmöglichkeiten von Birkenholz

Vorwiegend wird Birkenholz für die Produktion von Sperrholz-, Faser- und Spanplatten eingesetzt. Als Vollholz oder als Furnier wird das Holz der Birke gerne im Möbelbau verwendet. Während das Birkenvollholz zu Kleinmöbeln, Möbelteilen oder zum Parkettboden verarbeitet wird, verwendet man Birkenfurniere für die Herstellung hochwertiger Sperrhölzer und daraus gepresste Formteile. In Finnland wurde lange Zeit auch die Birkenrinde für die Herstellung von Spanschachteln, Schuhen und Rucksäcken verwendet.

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